Region München-Oberland-Südostoberbayern

München-Oberland-Südostoberbayern

Bevölkerung von 4,258 Mio. Personen

rund 357.000 Personen arbeiten in der Industrie (15,3 % der Beschäftigten)

Die Region kombiniert sehr dynamische Beschäftigung, hohe Qualifikation und einen wachsenden Industrieanteil mit einem stark spezialisierten IT-, FuE- und Mobilitätsprofil. IT-Dienstleistungen, Forschung und Entwicklung, Kraftfahrzeuge, Elektronik und sonstiger Fahrzeugbau wachsen im Branchenportfolio. Für die Dekarbonisierung ist die geringe industrielle Energieintensität ein Vorteil. Gleichzeitig sind der Ausbau der Erneuerbaren Energien und der Gewerbespeicher im bundesweiten Benchmark schwach, sodass die Energieversorgung ein relevantes Handlungsfeld bleibt. Green & Smart Mobility ist durch diverse Aktivitäten in geförderten Projekten und Patentanmeldungen breit belegt auch Green Economy und Smart Production zeigen insbesondere starke Beteiligungen in Forschungsprojekten aus EU-Mitteln und in angemeldeten Patenten. Werden die eingeworbenen Fördermittel in Bundesprojekten betrachtet, entfällt der größte Anteil auf Projekte im Bereich Green & Smart Mobility, insbesondere in den Jahren 2021-2023 konnten hier Projekte mit signifikanten Projektvolumina durchgeführt werden. Die Unternehmens- und Wirtschaftsstruktur bietet zudem vergleichsweise gute Rahmenbedingungen und damit positive Beschäftigungseffekte in einem verstärkten KI-Szenario. 

Rahmenbedingungen

Die Region München-Oberland-Südostoberbayern liegt im Süden von Bayern und umfasst angrenzende Regionen. Die Bevölkerungszahl liegt bei 4.258.000 Personen. Dies entspricht einem Anteil an der Bevölkerung in Deutschland von 5,1 Prozent. 

  • In dieser industriellen Transformationsregion (ITR) arbeiten rund 357.000 Personen bzw. 15,3 Prozent der Beschäftigten in der Industrie. Bezogen auf alle Industriearbeitsplätze in Deutschland ist dies ein Anteil von 5,1 Prozent. Der Anteil betrug vor fünf Jahren 4,8 Prozent, somit hat die ITR Anteile hinzugewonnen. 
  • Ein zentraler Indikator für die Transformation ist der Anpassungsdruck auf die lokalen Arbeitsmärkte: Wie viele Arbeitsplätze gehen branchenspezifisch verloren und wie viele entstehen neu? Dabei zeigt sich, dass Beschäftigte, die ihren Arbeitsplatz in einer bestimmten Branche verlieren, diesen in der Regel nicht ohne Weiteres in einer anderen Branche ersetzen können – etwa aufgrund notwendiger Weiterbildungen oder Umschulungen. Um diesen Anpassungsdruck messbar zu machen, werden alle ‚bewegten‘ Arbeitsplätze – also die Summe aller Verluste und aller Zugewinne – ins Verhältnis zur Gesamtzahl der Arbeitsplätze gesetzt. Das Ergebnis zeigt: Es ist ein überdurchschnittlich hoher Anpassungsdruck für die ITR festzustellen.
  • Die Fläche einer ITR ist begrenzt, in der zukünftigen Flächennachfrage von Unternehmen, Haushalten und öffentlichen Einrichtungen zeigt sich, wie stark die vorhandene Fläche durch sozioökonomische Aktivitäten beansprucht wird. In der ITR ist der Flächendruck durchschnittlich.

Entwicklungen im Zeitverlauf

Das Branchenportfolio zeigt die zehn beschäftigungsstärksten Branchen mit Transformationsbezug. Die Kreisgröße entspricht der Zahl der Beschäftigten im Jahr 2025. Die horizontale Achse zeigt die Beschäftigungsentwicklung im Zeitraum 2020 – 2025. An der vertikalen Achse ist der Lokalisationsquotient abgetragen, der die Bedeutung der Branche relativ zum Bundesdurchschnitt abbildet, d.h. ein Lokalisationsquotient von über Eins weist auf eine überdurchschnittliche Branchenkonzentration hin. 

 

Statistik: Branchenportfolio München-Oberland-Südostoberbayern (2025)
Abbildung 1: Branchenportfolio München-Oberland-Südostoberbayern (2025)

Das Portfolio wird von stark wachsenden IT-Dienstleistungen geprägt; zugleich wachsen Kraftfahrzeugbau, Elektronik, Forschung und Entwicklung, sonstiger Fahrzeugbau und Energieversorgung bei teils deutlicher regionaler Spezialisierung. Nur die Herstellung von Metallerzeugnissen zeigt unter den Top-10-Branchen einen Beschäftigungsrückgang.

Die Abbildung zeigt die Entwicklung der Fördervolumina bundesgeförderter Innovationsprojekte in den vier Transformationsfeldern Green & Smart Mobility, Green Economy, Smart Production und Sustainable Building von 2020 bis 2025.

 

Statistik: Transformationsfelder im Zeitverlauf in München-Oberland-Südostoberbayern (2020-2025)
Abbildung 2: Transformationsfelder im Zeitverlauf in München-Oberland-Südostoberbayern (2020-2025)

Während insbesondere in den Jahren 2021 bis 2023 viele großvolumige Forschungsprojekte initiiert wurden, pendelten sich die eingeworbenen Forschungsmittel 2024 und 2025 deutlich geringerem Niveau ein. Dies ist insbesondere auf einen starken Rückgang der durchgeführten Projekte im Mobilitätsbereich zurückzuführen. 

 

SWOT-Profil

Stärken

  • Die Arbeitsmarkt- und Qualifikationsbasis ist sehr stark: Beschäftigungsentwicklung, Qualifiziertenanteil und Erwerbsbevölkerung liegen im überdurchschnittlichen bundesweiten Vergleichsbereich und verbinden aktuelle Beschäftigungsdynamik mit einer starken Fachkräftebasis. 

  • Das IT-, FuE- und Mobilitätsprofil prägt das Branchenportfolio: IT-Dienstleistungen, Forschung und Entwicklung, Kraftfahrzeugbau, Elektronik und sonstiger Fahrzeugbau wachsen und weisen teilweise hohe regionale Konzentrationen auf. 

  • Auch im Transformationsfeld Green & Smart Mobility ist die Aktivität breit belegt. Förder-, EU-, Unternehmens- und Patentdaten zeigen insbesondere in den Anwendungsfeldern Autonomes Fahren und Elektromobilität belastbare regionale Kompetenzen. 

  • Die industrielle Energieeffizienz bietet gute Voraussetzungen: Energieintensität und Einfluss energieintensiver Branchen liegen im überdurchschnittlichen Benchmarkbereich und erleichtern die Ausgangslage für weitere Dekarbonisierung. 

  • Die Unternehmens- und Finanzbasis ist robust: Steuerkraft, geringe Geschäftsaufgaben und langfristiger Unternehmenszuwachs im Verarbeitenden Gewerbe liegen überdurchschnittlich, während die durchschnittliche Unternehmensgröße vergleichsweise klein ist. 

Chancen

  • Im Szenario KI als Treiber veränderter Wertschöpfung weist die Region eine gute Ausgangsbasis auf. Die starke IT- und FuE-Basis bietet Anknüpfungspunkte für Produktivitätsanwendungen, neue Geschäftsmodelle und technologiegetriebene Tätigkeitsverschiebungen. 

  • Die überdurchschnittliche Beschäftigtenerwartung für die kommenden fünf Jahre weist auf günstige regionale Beschäftigungsperspektiven hin; der hohe Qualifiziertenanteil bietet dafür eine belastbare Ausgangsbasis. 

  • Im Transformationsfeld Green Economy zeigen vor allem EU-Projekte und Patentdaten starke Aktivitäten, darunter in den Anwendungsfeldern Ausbau Transport und Speicherung sowie Erneuerbare Energien & Smart Grid. Dies bietet Anknüpfungspunkte für künftige Energieinnovationen. 

  • Im Szenario Außenhandel unter veränderten Rahmenbedingungen kann die starke Exportorientierung Ansatzpunkte für zusätzliche Absatzmärkte bieten, die Szenarioposition ist jedoch nur durchschnittlich und erfordert aktive Markterschließung. 

  • Die Energieversorgung unter wachsendem Anteil erneuerbarer Energien eröffnet angesichts hoher Energieeffizienz und vorhandener Green-Economy-Kompetenzen die Chance, den schwachen regionalen EE- und Speicherausbau gezielt zu verbreitern. 

Schwächen

  • Der arbeitsmarktliche Anpassungsdruck ist trotz starker Beschäftigungsdynamik hoch. Das zeigt, dass Wachstum und strukturelle Verschiebungen gleichzeitig erhebliche berufliche Übergänge erfordern. 

  • Die Wohn- und Flächenkosten sind sehr hoch: Angebotsmieten und Baulandpreise liegen im unterdurchschnittlichen Benchmarkbereich und belasten die gegenwärtige Standortattraktivität für Haushalte und Flächenprojekte. 

  • Die erneuerbare Energie- und Speicherbasis ist schwach: EE-Ausbau und Gewerbespeicherkapazität liegen im unteren Benchmarkbereich, trotz solider industrieller Energieeffizienz und geringerem Einfluss energieintensiver Branchen. 

  • Die Außenhandelsabhängigkeit ist ausgeprägt: Eine sehr hohe Importquote und ungünstige Terms of Trade stehen einer starken Exportquote gegenüber und prägen ein asymmetrisches Wettbewerbsprofil. 

  • Die Gründungsaktivität ist unterdurchschnittlich, obwohl Geschäftsaufgaben niedrig und der langfristige Unternehmenszuwachs im Verarbeitenden Gewerbe stark sind.

Risiken

  • Im Szenario Wirtschaftliche Folgen wachsender Verteidigungsausgaben liegt die Region im unterdurchschnittlichen Bereich. Das weist auf eine vergleichsweise geringe regionale Arbeitsmarktbelebung aus dem modellierten Entwicklungspfad hin. 

  • Die hohe Importquote und ungünstige Terms of Trade erhöhen bei Außenhandel unter veränderten Rahmenbedingungen die Verwundbarkeit gegenüber steigenden Beschaffungskosten und externen Handelsstörungen. 

  • Der hohe Anpassungsdruck kann trotz guter Qualifikation zu Mismatch-Risiken führen, wenn stark wachsende digitale und technologieintensive Tätigkeiten andere Kompetenzprofile benötigen als gleichzeitig umgebaute Arbeitsplätze. 

  • Sehr hohe Mieten und Baulandpreise können die Fachkräfte- und Flächenverfügbarkeit künftig erschweren, wenn Beschäftigungs- und Investitionsdynamik zusätzlichen Wohn- und Gewerbeflächenbedarf erzeugt. 

  • Die hohe regionale Konzentration mehrerer technologieintensiver Branchen schafft ein Sektorrisiko, falls größere Nachfrage- oder Technologieschocks einzelne beschäftigungsstarke Kernfelder der Region treffen.

Transformations-Benchmark

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Standortvorteil

neutral

Standortnachteil

Position der Transformations-Region im Vergleich aller Regionen, dargestellt in Rängen

max

Wettbewerb

Indikatoren im Vergleich zu anderen Transformationsregionen

Exportquote

62,8

Rang 3 von 38

Importquote

50,2

Rang 36 von 38

Terms of Trade

99,9

Rang 32 von 38

Lohnstückkosten

22,2

Rang 9 von 38

Materialstruktur

65,4

Rang 11 von 38

Demografie

Indikatoren im Vergleich zu anderen Transformationsregionen

Erwerbsbevölkerung

65,6

Rang 1 von 38

Bevölkerungsentwicklung, letzte 5 Jahre

0,4

Rang 16 von 38

Wanderungssaldo

0,7

Rang 2 von 38

Neugeborene je 1000 Einwohner

9

Rang 4 von 38

Durchschnittsalter

43,5

Rang 3 von 38

Arbeit

Indikatoren im Vergleich zu anderen Transformationsregionen

Beschäftigtenentwicklung, letzte 5 Jahre

6,5

Rang 4 von 38

Qualifizierte Beschäftigte

83,8

Rang 2 von 38

Anteil von Engpassberufen

22,4

Rang 15 von 38

Arbeitsmarkttransformation

0,3

Rang 35 von 38

Beschäftigtenerwartung, zukünftige 5 Jahre

0,3

Rang 3 von 38

Unternehmen

Indikatoren im Vergleich zu anderen Transformationsregionen

Insolvenzrisiko

0,4

Rang 22 von 38

Durchschnittsgröße der Unternehmen

7,9

Rang 2 von 38

Produktions-Dienstleistungs-Verhältnis

0,3

Rang 31 von 38

Geschäftsgründungen

0,1

Rang 35 von 38

Geschäftsaufgaben

0,1

Rang 1 von 38

Unternehmenszuwachs im VG

1,9

Rang 2 von 38

Energie

Indikatoren im Vergleich zu anderen Transformationsregionen

Einfluss energieintensiver Branchen

5,7

Rang 5 von 38

Energieintensität der Industrie

692,4

Rang 4 von 38

EE-Ausbau

1,2

Rang 33 von 38

Wärmewende Wohngebäude

17,5

Rang 11 von 38

Wasserstoffpotenzial

9.025.852

Rang 14 von 38

Speicherkapazität (kWh)

660

Rang 32 von 38

Fläche

Indikatoren im Vergleich zu anderen Transformationsregionen

Flächendruck

0,4

Rang 21 von 38

Flächenversiegelung

12,8

Rang 9 von 38

Flächeneffizienz

1.483.568,3

Rang 1 von 38

Baulandpreise

597,1

Rang 38 von 38

Industrie- und Gewerbeflächenquote

1,3

Rang 6 von 38

Soziale Infrastruktur

Indikatoren im Vergleich zu anderen Transformationsregionen

Pflegeheimplätze pro 10.000 Einwohner

77,7

Rang 36 von 38

Hausärzte pro 100.000 Einwohner

72,4

Rang 5 von 38

Krankenhausbetten pro 1.000 Einwohner

5,8

Rang 17 von 38

Betreuungsquote

35,5

Rang 24 von 38

Gewichtete Durchschnittsmiete

16,4

Rang 38 von 38

Infrastruktur

Indikatoren im Vergleich zu anderen Transformationsregionen

Bevölkerungsdichte

290

Rang 9 von 38

Glasfaserausbau

54,8

Rang 24 von 38

Erreichbarkeit KV-Terminal

47,3

Rang 31 von 38

Pendelintensität

0,6

Rang 10 von 38

5G-Ausbau

99,5

Rang 27 von 38

Ladesäuleninfrastruktur

4,5

Rang 17 von 38

Verwaltung

Indikatoren im Vergleich zu anderen Transformationsregionen

Schulden in Euro pro Einwohner

1.665,2

Rang 24 von 38

Personal in der Verwaltung pro 10.000 Einwohner

167,5

Rang 22 von 38

Steuerkraft pro Einwohner

1.907,1

Rang 1 von 38

Bildung

Indikatoren im Vergleich zu anderen Transformationsregionen

Kohortenveränderung

28.523

Rang 3 von 38

Erreichbarkeit von Schulen

7,2

Rang 18 von 38

Anteil von Personen im Bildungssystem (akademisch & beruflich)

16,4

Rang 19 von 38

Anteil von Beschäftigten in Erziehung

3,8

Rang 27 von 38

Anteil der 0-18 Jährigen

17

Rang 15 von 38

Anteil Studierende MINT

11,8

Rang 15 von 38

Attraktivität

Indikatoren im Vergleich zu anderen Transformationsregionen

Tourismusintensität

19,5

Rang 1 von 38

Anteil der Beschäftigten in Kunst, Unterhaltung, Kultur und Gastgewerbe

6,1

Rang 7 von 38

Sportvereinsdichte

62,9

Rang 38 von 38

Medianentgelt

4.110,4

Rang 9 von 38

Naherholungsflächen

2

Rang 25 von 38

Branchendynamik

Indikatoren im Vergleich zu anderen Transformationsregionen

Szenario Klimafolgen

0,1

Rang 25 von 38

Szenario KI

0

Rang 9 von 38

Szenario Außenhandel

0

Rang 14 von 38

Szenario Sicherheit und Verteidigung

0,6

Rang 33 von 38

Transformations- und Anwendungsfelder

Transformations- und Anwendungsfelder im regionalen Vergleich

Anwendungsfelder

Bewertungen im Bundesvergleich

Index-Betrachtung verschiedener Indikatoren:
Der Indexwert berechnet sich durch die Ausprägung der Region im jeweiligen Indikator im Vergleich zum Bund (1,0 = Bundesdurchschnitt).

Anwendungsfelder

Bewertungen im Bundesvergleich

Index-Betrachtung verschiedener Indikatoren:
Der Indexwert berechnet sich durch die Ausprägung der Region im jeweiligen Indikator im Vergleich zum Bund (1,0 = Bundesdurchschnitt).

Anwendungsfelder

Bewertungen im Bundesvergleich

Index-Betrachtung verschiedener Indikatoren:
Der Indexwert berechnet sich durch die Ausprägung der Region im jeweiligen Indikator im Vergleich zum Bund (1,0 = Bundesdurchschnitt).

Anwendungsfelder

Bewertungen im Bundesvergleich

Index-Betrachtung verschiedener Indikatoren:
Der Indexwert berechnet sich durch die Ausprägung der Region im jeweiligen Indikator im Vergleich zum Bund (1,0 = Bundesdurchschnitt).

Gesamtwirtschaftliche Szenarien

Wie wirken geopolitische Veränderungen, Investitionsimpulse oder der Klimawandel auf die Wirtschaft?

Außenhandel unter veränderten Rahmenbedingungen

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Wirtschaftliche Folgen wachsender Verteidigungsausgaben

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Mit zunehmenden Klimafolgen umgehen

Mehr lesen

KI als Treiber veränderter Wertschöpfung

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Mehr Informationen zur Berechnung der Szenarien finden Sie hier

Hinweise zur Methodik

Raumbezug

Die 38 industriellen Transformationsregionen (ITRs) basieren auf einem eigens entwickelten, funktionalen Zuschnitt von Regionen. Grundlage dafür sind die Raumordnungsregionen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), die für diesen Zweck systematisch entlang industrieller Pendlerverflechtungen und regionaler Kooperationsbeziehungen neu gruppiert wurden.

Im Zentrum steht die Frage: Wo finden wirtschaftlich-industrielle Aktivitäten tatsächlich statt – jenseits administrativer Grenzen? Durch die Kombination von Pendlerdaten, Branchenstrukturen und Kooperationsnetzwerken bildet der Zuschnitt die realen wirtschaftlichen Verflechtungen besser ab als klassische Verwaltungsregionen.

Die ITRs spiegeln somit funktionale Wirtschaftsräume wider, in denen sich die Herausforderungen und Chancen der industriellen Transformation in besonders konzentrierter Form zeigen. Ziel ist es, Regionen gezielt zu analysieren und vergleichend zu bewerten, um passgenaue Strategien zur Förderung industrieller Transformation ableiten zu können – sei es in der Regionalentwicklung, der Wirtschaftsförderung oder der Industriepolitik.

Hinweis: Eine vollständige Übersicht über die Zusammensetzung der Industriellen Transformationsregion (inklusive Raumordnungsregionen und Kreise), steht hier als Excel-Datei zum Download bereit.
 

SWOT-Profil

Das SWOT-Profil bündelt die zentralen Erkenntnisse aus der Analyse der industriellen Transformationsregionen (ITR). Es basiert auf den Ergebnissen des Transformations-Benchmarks, der Auswertung der Transformations- und Anwendungsfelder sowie einer ökonometrischen Szenariobetrachtung. Die SWOT fasst Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken pro Region zusammen und bietet eine schnelle Einordnung relevanter Handlungsbedarfe.

Transformations-Benchmark

Der Transformations-Benchmark vergleicht alle 38 ITRs anhand von über 50 relevanten Indikatoren. Die Daten werden vergleichbar aufbereitet, standardisiert und zu einem Rangwert verarbeitet – so lassen sich regionale Ausprägungen im Verhältnis zu anderen Regionen bewerten.

Datengrundlage sind folgende öffentlich zugängliche, regelmäßig aktualisierte Quellen:

Hinweis: Eine vollständige Übersicht aller berücksichtigten Indikatoren, inkl. Definitionen, Bewertungslogik und Skalierung, steht als Excel-Datei hier zum Download bereit.

Transformations- und Anwendungsfelder

Zur Analyse von Forschung, Innovation und wirtschaftlichen Aktivitäten mit Transformationsbezug in den einzelnen Regionen wurden verschiedene nationale, europäische und unternehmensbezogene Datenquellen semantisch ausgewertet. Ein KI-gestütztes Zuordnungsverfahren auf Basis eines Large Language Models (LLM) identifiziert, in welchen Transformations- und Anwendungsfeldern eine Region besonders aktiv ist.

Dabei werden aktuelle Forschungsprojekte, Patente und Unternehmensaktivitäten systematisch miteinander verknüpft, um ein präzises Bild der regionalen Innovationslandschaft zu zeichnen. So wird sichtbar, wo technologische Schwerpunkte entstehen, welche Themen die Transformation prägen – und wo sich künftig wirtschaftliche Chancen bündeln.

Dieser datenbasierte Ansatz schafft eine vergleichbare Grundlage zur Bewertung regionaler Transformationspotenziale – und unterstützt gezielte Entscheidungen in Innovationspolitik, Standortentwicklung und Wirtschaftsförderung.

Datenquellen:

Bei Förderprojekten und Patenten ist der Betrachtungszeitraum die vergangenen fünf Jahre (2020 – 2025) und bei den Unternehmensdaten der Zeitpunkt 12/2025. Die Aktivitäten werden je Feld als Indexwert dargestellt. So zeigt sich, in welchen Themenbereichen die Region überdurchschnittlich vertreten ist – im Vergleich zu anderen ITRs.