Region Oberrhein-Hochrhein

Oberrhein-Hochrhein

Bevölkerung von 1,826 Mio. Personen

rund 184.000 Personen arbeiten in der Industrie (22,0 % der Beschäftigten)

Günstige Rahmenbedingungen betreffend Wettbewerbs- und Wirtschaftsstruktur, Demografie, Auswirkungen von Zukunftsszenarien und FuE-Aktivitäten im Bereich Green Economy geben der Region Oberrhein-Hochrhein eine solide Ausgangsbasis für die Transformation. Im Branchenportfolio stehen rückläufige traditionelle Industriekerne wie Maschinenbau und Metallerzeugnisse neben wachsenden Elektronik-, Pharma- und IT-Aktivitäten. Die Region zeigt besonders starke Green-Economy- und Sustainable-Building-Kompetenzen und zugleich günstige modellierte Perspektiven in der Beschäftigungsentwicklung für verstärkten KI-Einsatz in der bestehenden Wirtschaftsstruktur, neuen Außenhandelsbedingungen und steigenden Verteidigungsausgaben. Für die Dekarbonisierung des industriellen Kerns sind die breite Technologieaktivität und die fortgeschrittene Wärmewende positiv, schwacher EE-Ausbau und sehr geringe Gewerbespeicherkapazität bleiben klare Engpässe. Hohe Mieten, Baulandpreise und einzelne Infrastrukturdefizite erhöhen den Standortdruck trotz durchschnittlichem Flächendruck. Strategisch kommt es darauf an, die wachsenden technologieintensiven Branchen und grünen Kompetenzfelder mit einer leistungsfähigeren erneuerbaren Energie- und Digitalinfrastruktur zu unterlegen.

Rahmenbedingungen

Die Region Oberrhein-Hochrhein liegt im Dreiländereck Deutschland–Frankreich–Schweiz zwischen Freiburg und Konstanz. Die Bevölkerungszahl liegt bei 1.826.000 Personen. Dies entspricht einem Anteil an der Bevölkerung in Deutschland von 2,2 Prozent. Vor fünf Jahren lag der Anteil bei 2,1 Prozent. Sie hat somit Bevölkerungsanteile zulegen können.

  • In dieser industriellen Transformationsregion (ITR) arbeiten rund 184.000 Personen bzw. 22 Prozent der Beschäftigten in der Industrie. Bezogen auf alle Industriearbeitsplätze in Deutschland ist dies ein Anteil von 2,6 Prozent. 
  • Ein zentraler Indikator für die Transformation ist der Anpassungsdruck auf die lokalen Arbeitsmärkte: Wie viele Arbeitsplätze gehen branchenspezifisch verloren und wie viele entstehen neu? Dabei zeigt sich, dass Beschäftigte, die ihren Arbeitsplatz in einer bestimmten Branche verlieren, diesen in der Regel nicht ohne Weiteres in einer anderen Branche ersetzen können – etwa aufgrund notwendiger Weiterbildungen oder Umschulungen. Um diesen Anpassungsdruck messbar zu machen, werden alle ‚bewegten‘ Arbeitsplätze – also die Summe aller Verluste und aller Zugewinne – ins Verhältnis zur Gesamtzahl der Arbeitsplätze gesetzt. Das Ergebnis zeigt: Der Anpassungsdruck liegt im Durchschnitt. 
  • Die Fläche einer ITR ist begrenzt, in der zukünftigen Flächennachfrage von Unternehmen, Haushalten und öffentlichen Einrichtungen zeigt sich, wie stark die vorhandene Fläche durch sozioökonomische Aktivitäten beansprucht wird. In der ITR ist der Flächendruck durchschnittlich.

Entwicklungen im Zeitverlauf

Das Branchenportfolio zeigt die zehn beschäftigungsstärksten Branchen mit Transformationsbezug. Die Kreisgröße entspricht der Zahl der Beschäftigten im Jahr 2025. Die horizontale Achse zeigt die Beschäftigungsentwicklung im Zeitraum 2020 – 2025. An der vertikalen Achse ist der Lokalisationsquotient abgetragen, der die Bedeutung der Branche relativ zum Bundesdurchschnitt abbildet, d.h. ein Lokalisationsquotient von über Eins weist auf eine überdurchschnittliche Branchenkonzentration hin. 

Der Maschinenbau bleibt mit 34.500 Beschäftigten die regional bedeutendste Branche, verlor seit 2020 jedoch Beschäftigung. Dagegen wuchsen die Herstellung von elektronischen und optischen sowie pharmazeutischen Erzeugnissen und sind zugleich überdurchschnittlich konzentriert. Unternehmen im Bereich der IT-Dienstleistungen konnten in diesem Zeitraum ebenfalls Beschäftigung aufbauen, liegen dabei in ihrer regionalwirtschaftlichen Bedeutung noch unterhalb des bundesweiten Durchschnitts.

 

Statistik: Branchenportfolio Oberrhein-Hochrhein (2025)
Abbildung 1: Branchenportfolio Oberrhein-Hochrhein (2025)

Die Abbildung zeigt die Entwicklung der Fördervolumina bundesgeförderter Innovationsprojekte in den vier Transformationsfeldern Green & Smart Mobility, Green Economy, Smart Production und Sustainable Building von 2020 bis 2025.

 

Statistik: Transformationsfelder im Zeitverlauf in Oberrhein-Hochrhein (2020-2025)
Abbildung 2: Transformationsfelder im Zeitverlauf in Oberrhein-Hochrhein (2020-2025)

Green Economy war in fünf der sechs Jahre das volumenstärkste regionale Transformationsfeld in FuE-Projekten aus Bundesmitteln. Großvolumige Projekte, welche in 2021 und 2023 von regionalen Akteuren eingeworben wurden, haben auch in den Folgejahren durch längere Projektlaufzeiten Effekte in der Forschungslandschaft. Auffällig ist zudem, dass die Forschung im Mobilitätsbereich nach 2022 kontinuierlich rückläufig ist. Der Anteil an Forschungsprojekten in den Bereichen Smart Production und Sustainable Building bleibt dabei über die Jahre recht konstant.

 

SWOT-Profil

Stärken

  • Bevölkerungsentwicklung: Die Region weist im Fünfjahresvergleich die stärkste Bevölkerungszunahme aller 38 ITRs auf, Durchschnittsalter und Anteil der unter 18-Jährigen liegen ebenfalls im oberen Benchmarkbereich. 

  • Arbeitsmarkt und MINT: Der Anteil von Engpassberufen ist sehr niedrig, während der MINT-Anteil der Studierenden überdurchschnittlich ist. Das schafft eine vergleichsweise günstige Ausgangslage für technisch geprägte Transformationsaufgaben. 

  • Wachsende Technologiebranchen: Elektronische und optische Erzeugnisse sowie Pharma sind regional deutlich überdurchschnittlich konzentriert und bauten seit 2020 Beschäftigung auf, auch IT-Dienstleistungen verzeichneten ein starkes Wachstum. 

  • Grüne Kompetenzfelder: Im Transformationsfeld Green Economy zeigen besonders die Anwendungsfelder Klima-/Umweltschutz sowie Erneuerbare Energien & Smart Grid breite Aktivität, im Transformationsfeld Sustainable Building gilt dies vor allem für Energieeffizientes Bauen und Energieoptimierte Gebäude. 

  • Außenhandelsposition: Exportquote und Terms of Trade liegen im oberen Benchmarkbereich. Damit weist die aktuelle Branchenstruktur eine überdurchschnittlich starke Position im internationalen Wettbewerb auf.

Chancen

  • KI-getriebene Wertschöpfung: Die gute Ausgangssituation im Szenario „KI als Treiber veränderter Wertschöpfung“ trifft auf Beschäftigungszuwächse in den Branchen Elektronik-, Pharma- und IT-Dienstleistungen und bietet Anknüpfungspunkte für Produktivitäts-, Prozess- und Geschäftsmodellinnovationen. 

  • Außenhandelschancen: Die günstige Position im Szenario „Außenhandel unter veränderten Rahmenbedingungen“ verbindet sich mit einer überdurchschnittlichen Exportquote und wachsenden technologieintensiven Branchen. Neue Absatzmärkte können damit zusätzliche Entwicklungsimpulse bieten. 

  • Verteidigungsnachfrage: Im Szenario „Wirtschaftliche Folgen wachsender Verteidigungsausgaben“ ist die regionale Beschäftigungswirkung aufgrund der wirtschaftsstrukturellen Ausgangslage überdurchschnittlich. Hier liegen vergleichsweise positive Folgewirkungen vor.  

  • Grüne Transformation: Die breite FuE-Aktivität in den Transformationsfeldern Green Economy und Sustainable Building schafft Chancen für zusätzliche Projekte, besonders in den Anwendungsfeldern Erneuerbare Energien & Smart Grid und Energieeffizientes Bauen. 

  • Arbeitskräftepotenzial: Starkes Bevölkerungswachstum, niedriger Engpassanteil und ein hoher MINT-Anteil der Studierenden bieten die Chance, wachsende technologieintensive Branchen mit zusätzlichen technischen Qualifikationen zu unterstützen.

Schwächen

  • Erneuerbare Energieinfrastruktur: Der Ausbau Erneuerbarer Energien und der gewerblichen Speicherkapazitäten liegen deutlich unterdurchschnittlich, zugleich ist der Beschäftigtenanteil energieintensiver Branchen erhöht. Das schwächt die infrastrukturelle Basis der industriellen Dekarbonisierung. 

  • Wohn- und Bodenpreise: Die gewichtete Angebotsmiete und die Baulandpreise liegen im unteren Benchmarkbereich. Damit bestehen trotz durchschnittlichem Flächendruck deutliche Kostenbelastungen auf dem regionalen Standortmarkt. 

  • Qualifikationsstruktur: Der Anteil qualifizierter Beschäftigter ist im bundesweiten Vergleich unterdurchschnittlich. Für technologieintensive Wachstumspfade bleibt damit die Breite der formalen Qualifikationsbasis ein Schwachpunkt und zeigt ein mögliches zukünftiges Fachkräfteproblem auf. 

  • Rückgänge im industriellen Kern: Maschinenbau, Metallerzeugnisse und Metallerzeugung sind überdurchschnittlich konzentriert, verloren seit 2020 jedoch Beschäftigung. Besonders bei Metallerzeugnissen ist der Rückgang deutlich.

Risiken

  • KI-bedingter Energiebedarf: Bei Ausschöpfung der günstigen Position in „KI als Treiber veränderter Wertschöpfung“ kann zusätzlicher Energiebedarf an Bedeutung gewinnen. Der bundesweite Szenariopfad weist auf steigenden Energieverbrauch hin, während EE-Ausbau und Gewerbespeicherkapazität regional schwach sind. 

  • Qualifikationsbedarf wachsender Technologiebranchen: Elektronik-, Pharma- und IT-Branchen wachsen, während der Anteil qualifizierter Beschäftigter unterdurchschnittlich ist. Bei anhaltendem Wachstum kann die Breite der formalen Qualifikationsbasis stärker zum Engpass für technologieintensive Tätigkeiten werden. 

  • Außenhandel und Materialbedarf: Die günstige Position in „Außenhandel unter veränderten Rahmenbedingungen“ eröffnet Wachstumspotenzial, der bundesweite Szenariopfad weist jedoch zugleich auf steigende Rohstoffimporte hin. Eine stärkere Exportdynamik kann damit zusätzliche Anforderungen an die Materialbeschaffung stellen. 

  • Umsetzung grüner Technologieaktivität: Die breite Aktivität in Green Economy und Sustainable Building belegt technologische Anknüpfungspunkte, aber nicht automatisch wirtschaftliche Umsetzung. Bleibt die Skalierung weiterer Anwendungen begrenzt, können vorhandene Projekt- und Wissenspotenziale regional unvollständig genutzt werden. 

  • Klima-Resilienz: Im Modellpfad „Mit zunehmenden Klimafolgen umgehen“ fällt die regionale Beschäftigungswirkung unterdurchschnittlich aus. Die Region könnte daher von entsprechenden Anpassungsinvestitionen arbeitsmarktseitig weniger profitieren als viele andere ITRs.

Transformations-Benchmark

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Standortvorteil

neutral

Standortnachteil

Position der Transformations-Region im Vergleich aller Regionen, dargestellt in Rängen

max

Wettbewerb

Indikatoren im Vergleich zu anderen Transformationsregionen

Exportquote

59,2

Rang 11 von 38

Importquote

49,1

Rang 32 von 38

Terms of Trade

100,9

Rang 9 von 38

Lohnstückkosten

23,6

Rang 31 von 38

Materialstruktur

65,1

Rang 6 von 38

Demografie

Indikatoren im Vergleich zu anderen Transformationsregionen

Erwerbsbevölkerung

63,3

Rang 13 von 38

Bevölkerungsentwicklung, letzte 5 Jahre

2

Rang 1 von 38

Wanderungssaldo

0,4

Rang 21 von 38

Neugeborene je 1000 Einwohner

8,3

Rang 19 von 38

Durchschnittsalter

44,1

Rang 7 von 38

Arbeit

Indikatoren im Vergleich zu anderen Transformationsregionen

Beschäftigtenentwicklung, letzte 5 Jahre

3,6

Rang 13 von 38

Qualifizierte Beschäftigte

77

Rang 26 von 38

Anteil von Engpassberufen

20,1

Rang 4 von 38

Arbeitsmarkttransformation

0,2

Rang 17 von 38

Beschäftigtenerwartung, zukünftige 5 Jahre

-0,7

Rang 13 von 38

Unternehmen

Indikatoren im Vergleich zu anderen Transformationsregionen

Insolvenzrisiko

0,4

Rang 19 von 38

Durchschnittsgröße der Unternehmen

8,5

Rang 8 von 38

Produktions-Dienstleistungs-Verhältnis

0,5

Rang 20 von 38

Geschäftsgründungen

0,1

Rang 26 von 38

Geschäftsaufgaben

0,1

Rang 14 von 38

Unternehmenszuwachs im VG

0,4

Rang 19 von 38

Energie

Indikatoren im Vergleich zu anderen Transformationsregionen

Einfluss energieintensiver Branchen

11,2

Rang 28 von 38

Energieintensität der Industrie

2.221,9

Rang 17 von 38

EE-Ausbau

1,4

Rang 30 von 38

Wärmewende Wohngebäude

19,5

Rang 7 von 38

Wasserstoffpotenzial

3.600.000

Rang 19 von 38

Speicherkapazität (kWh)

228

Rang 38 von 38

Fläche

Indikatoren im Vergleich zu anderen Transformationsregionen

Flächendruck

0,3

Rang 20 von 38

Flächenversiegelung

12,9

Rang 11 von 38

Flächeneffizienz

559.869,5

Rang 16 von 38

Baulandpreise

303,5

Rang 32 von 38

Industrie- und Gewerbeflächenquote

1,9

Rang 22 von 38

Soziale Infrastruktur

Indikatoren im Vergleich zu anderen Transformationsregionen

Pflegeheimplätze pro 10.000 Einwohner

89,9

Rang 31 von 38

Hausärzte pro 100.000 Einwohner

68,6

Rang 16 von 38

Krankenhausbetten pro 1.000 Einwohner

5,4

Rang 26 von 38

Betreuungsquote

37,7

Rang 14 von 38

Gewichtete Durchschnittsmiete

11,6

Rang 35 von 38

Infrastruktur

Indikatoren im Vergleich zu anderen Transformationsregionen

Bevölkerungsdichte

267,5

Rang 11 von 38

Glasfaserausbau

62,2

Rang 10 von 38

Erreichbarkeit KV-Terminal

28,6

Rang 10 von 38

Pendelintensität

0,2

Rang 30 von 38

5G-Ausbau

98,9

Rang 35 von 38

Ladesäuleninfrastruktur

4

Rang 29 von 38

Verwaltung

Indikatoren im Vergleich zu anderen Transformationsregionen

Schulden in Euro pro Einwohner

720,1

Rang 10 von 38

Personal in der Verwaltung pro 10.000 Einwohner

177,4

Rang 14 von 38

Steuerkraft pro Einwohner

1.226,3

Rang 16 von 38

Bildung

Indikatoren im Vergleich zu anderen Transformationsregionen

Kohortenveränderung

6.673

Rang 14 von 38

Erreichbarkeit von Schulen

8

Rang 31 von 38

Anteil von Personen im Bildungssystem (akademisch & beruflich)

16,7

Rang 15 von 38

Anteil von Beschäftigten in Erziehung

4

Rang 22 von 38

Anteil der 0-18 Jährigen

17,5

Rang 9 von 38

Anteil Studierende MINT

14,3

Rang 6 von 38

Attraktivität

Indikatoren im Vergleich zu anderen Transformationsregionen

Tourismusintensität

6,4

Rang 16 von 38

Anteil der Beschäftigten in Kunst, Unterhaltung, Kultur und Gastgewerbe

7,3

Rang 2 von 38

Sportvereinsdichte

127,5

Rang 8 von 38

Medianentgelt

4.017,3

Rang 12 von 38

Naherholungsflächen

1,9

Rang 29 von 38

Branchendynamik

Indikatoren im Vergleich zu anderen Transformationsregionen

Szenario Klimafolgen

0,1

Rang 29 von 38

Szenario KI

0

Rang 6 von 38

Szenario Außenhandel

0

Rang 10 von 38

Szenario Sicherheit und Verteidigung

0,8

Rang 10 von 38

Transformations- und Anwendungsfelder

Transformations- und Anwendungsfelder im regionalen Vergleich

Anwendungsfelder

Bewertungen im Bundesvergleich

Index-Betrachtung verschiedener Indikatoren:
Der Indexwert berechnet sich durch die Ausprägung der Region im jeweiligen Indikator im Vergleich zum Bund (1,0 = Bundesdurchschnitt).

Anwendungsfelder

Bewertungen im Bundesvergleich

Index-Betrachtung verschiedener Indikatoren:
Der Indexwert berechnet sich durch die Ausprägung der Region im jeweiligen Indikator im Vergleich zum Bund (1,0 = Bundesdurchschnitt).

Anwendungsfelder

Bewertungen im Bundesvergleich

Index-Betrachtung verschiedener Indikatoren:
Der Indexwert berechnet sich durch die Ausprägung der Region im jeweiligen Indikator im Vergleich zum Bund (1,0 = Bundesdurchschnitt).

Anwendungsfelder

Bewertungen im Bundesvergleich

Index-Betrachtung verschiedener Indikatoren:
Der Indexwert berechnet sich durch die Ausprägung der Region im jeweiligen Indikator im Vergleich zum Bund (1,0 = Bundesdurchschnitt).

Gesamtwirtschaftliche Szenarien

Wie wirken geopolitische Veränderungen, Investitionsimpulse oder der Klimawandel auf die Wirtschaft?

Außenhandel unter veränderten Rahmenbedingungen

Mehr lesen

Wirtschaftliche Folgen wachsender Verteidigungsausgaben

Mehr lesen

Mit zunehmenden Klimafolgen umgehen

Mehr lesen

KI als Treiber veränderter Wertschöpfung

Mehr lesen
Mehr Informationen zur Berechnung der Szenarien finden Sie hier

Hinweise zur Methodik

Raumbezug

Die 38 industriellen Transformationsregionen (ITRs) basieren auf einem eigens entwickelten, funktionalen Zuschnitt von Regionen. Grundlage dafür sind die Raumordnungsregionen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), die für diesen Zweck systematisch entlang industrieller Pendlerverflechtungen und regionaler Kooperationsbeziehungen neu gruppiert wurden.

Im Zentrum steht die Frage: Wo finden wirtschaftlich-industrielle Aktivitäten tatsächlich statt – jenseits administrativer Grenzen? Durch die Kombination von Pendlerdaten, Branchenstrukturen und Kooperationsnetzwerken bildet der Zuschnitt die realen wirtschaftlichen Verflechtungen besser ab als klassische Verwaltungsregionen.

Die ITRs spiegeln somit funktionale Wirtschaftsräume wider, in denen sich die Herausforderungen und Chancen der industriellen Transformation in besonders konzentrierter Form zeigen. Ziel ist es, Regionen gezielt zu analysieren und vergleichend zu bewerten, um passgenaue Strategien zur Förderung industrieller Transformation ableiten zu können – sei es in der Regionalentwicklung, der Wirtschaftsförderung oder der Industriepolitik.

Hinweis: Eine vollständige Übersicht über die Zusammensetzung der Industriellen Transformationsregion (inklusive Raumordnungsregionen und Kreise), steht hier als Excel-Datei zum Download bereit.
 

SWOT-Profil

Das SWOT-Profil bündelt die zentralen Erkenntnisse aus der Analyse der industriellen Transformationsregionen (ITR). Es basiert auf den Ergebnissen des Transformations-Benchmarks, der Auswertung der Transformations- und Anwendungsfelder sowie einer ökonometrischen Szenariobetrachtung. Die SWOT fasst Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken pro Region zusammen und bietet eine schnelle Einordnung relevanter Handlungsbedarfe.

Transformations-Benchmark

Der Transformations-Benchmark vergleicht alle 38 ITRs anhand von über 50 relevanten Indikatoren. Die Daten werden vergleichbar aufbereitet, standardisiert und zu einem Rangwert verarbeitet – so lassen sich regionale Ausprägungen im Verhältnis zu anderen Regionen bewerten.

Datengrundlage sind folgende öffentlich zugängliche, regelmäßig aktualisierte Quellen:

Hinweis: Eine vollständige Übersicht aller berücksichtigten Indikatoren, inkl. Definitionen, Bewertungslogik und Skalierung, steht als Excel-Datei hier zum Download bereit.

Transformations- und Anwendungsfelder

Zur Analyse von Forschung, Innovation und wirtschaftlichen Aktivitäten mit Transformationsbezug in den einzelnen Regionen wurden verschiedene nationale, europäische und unternehmensbezogene Datenquellen semantisch ausgewertet. Ein KI-gestütztes Zuordnungsverfahren auf Basis eines Large Language Models (LLM) identifiziert, in welchen Transformations- und Anwendungsfeldern eine Region besonders aktiv ist.

Dabei werden aktuelle Forschungsprojekte, Patente und Unternehmensaktivitäten systematisch miteinander verknüpft, um ein präzises Bild der regionalen Innovationslandschaft zu zeichnen. So wird sichtbar, wo technologische Schwerpunkte entstehen, welche Themen die Transformation prägen – und wo sich künftig wirtschaftliche Chancen bündeln.

Dieser datenbasierte Ansatz schafft eine vergleichbare Grundlage zur Bewertung regionaler Transformationspotenziale – und unterstützt gezielte Entscheidungen in Innovationspolitik, Standortentwicklung und Wirtschaftsförderung.

Datenquellen:

Bei Förderprojekten und Patenten ist der Betrachtungszeitraum die vergangenen fünf Jahre (2020 – 2025) und bei den Unternehmensdaten der Zeitpunkt 12/2025. Die Aktivitäten werden je Feld als Indexwert dargestellt. So zeigt sich, in welchen Themenbereichen die Region überdurchschnittlich vertreten ist – im Vergleich zu anderen ITRs.