Region Sachsen-Süd

Sachsen-Süd

Bevölkerung von 1,386 Mio. Personen

rund 139.000 Personen arbeiten in der Industrie (23,5 % der Beschäftigten)

Sachsen-Süd steht vor einem ausgeprägten strukturellen und demografischen Anpassungsbedarf. Das Branchenportfolio wird von Metallverarbeitung, Kraftfahrzeugbau und Maschinenbau geprägt; alle drei beschäftigungsstarken Bereiche verzeichneten zwischen 2020 und 2025 Rückgänge. Technologische Anknüpfungspunkte zeigen sich im Transformationsfeld Smart Production, insbesondere in den Anwendungsfeldern Materialeffizienz und Energiesparende Produktion, sowie im Transformationsfeld Green Economy, insbesondere im Anwendungsfeld Kreislaufwirtschaft/Recycling. Für die Dekarbonisierung des industriellen Kerns sind diese Kompetenzen relevant, während ein hoher Einfluss energieintensiver Branchen, geringer EE-Ausbau und sehr niedrige Speicherkapazitäten die Ausgangslage belasten. Die modellierten Zukunftswirkungen fallen im Szenario „Mit zunehmenden Klimafolgen umgehen“ sowie „Wirtschaftliche Folgen wachsender Verteidigungsausgaben“ besonders günstig aus, während „KI als Treiber veränderter Wertschöpfung“ deutlich schwächer abschneidet. Demografie, Unternehmensneuerung und Standortinfrastruktur bleiben zentrale Engpässe für die langfristige Erneuerungsfähigkeit.

Rahmenbedingungen

Die Region Sachsen-Süd liegt im Süden Sachsens rund um Chemnitz und das Erzgebirge. Die Bevölkerungszahl liegt bei 1.386.000 Personen. Dies entspricht einem Anteil an der Bevölkerung in Deutschland von 1,7 Prozent. Vor fünf Jahren lag der Anteil bei 1,7 Prozent. Die Situation ist unverändert.

  • In dieser industriellen Transformationsregion (ITR) arbeiten rund 139.000 Personen bzw. 23,5 Prozent der Beschäftigten in der Industrie. Bezogen auf alle Industriearbeitsplätze in Deutschland ist dies ein Anteil von 2 Prozent. Der Anteil betrug vor fünf Jahren 2 Prozent, somit bleibt der Anteil konstant. 

  • Ein zentraler Indikator für die Transformation ist der Anpassungsdruck auf die lokalen Arbeitsmärkte: Wie viele Arbeitsplätze gehen branchenspezifisch verloren und wie viele entstehen neu? Dabei zeigt sich, dass Beschäftigte, die ihren Arbeitsplatz in einer bestimmten Branche verlieren, diesen in der Regel nicht ohne Weiteres in einer anderen Branche ersetzen können – etwa aufgrund notwendiger Weiterbildungen oder Umschulungen. Um diesen Anpassungsdruck messbar zu machen, werden alle ‚bewegten‘ Arbeitsplätze – also die Summe aller Verluste und aller Zugewinne – ins Verhältnis zur Gesamtzahl der Arbeitsplätze gesetzt. Das Ergebnis zeigt: Die ITR sieht sich einem unterdurchschnittlichen Anpassungsdruck ausgesetzt. 

  • Die Fläche einer ITR ist begrenzt, in der zukünftigen Flächennachfrage von Unternehmen, Haushalten und öffentlichen Einrichtungen zeigt sich, wie stark die vorhandene Fläche durch sozioökonomische Aktivitäten beansprucht wird. In der ITR ist der Flächendruck gering.

Entwicklung im Zeitverlauf

Das Branchenportfolio zeigt die zehn beschäftigungsstärksten Branchen mit Transformationsbezug. Die Kreisgröße entspricht der Zahl der Beschäftigten im Jahr 2025. Die horizontale Achse zeigt die Beschäftigungsentwicklung im Zeitraum 2020 – 2025. An der vertikalen Achse ist der Lokalisationsquotient abgetragen, der die Bedeutung der Branche relativ zum Bundesdurchschnitt abbildet, d.h. ein Lokalisationsquotient von über Eins weist auf eine überdurchschnittliche Branchenkonzentration hin.

 

Statistik: Branchenportfolio Sachsen-Süd (2025)
Abbildung 1: Branchenportfolio Sachsen-Süd (2025)

Das Branchenportfolio zeigt eine ausgeprägt industrielle Struktur. Metallerzeugnisse sowie Kraftwagen und Kraftwagenteile zählen zu den beschäftigungsstärksten Branchen und sind zugleich überdurchschnittlich in der Region konzentriert. Gleichzeitig ist in mehreren industriellen Kernbranchen, darunter auch der Maschinenbau, eine rückläufige Beschäftigungsentwicklung zu beobachten. Demgegenüber entwickeln sich die IT-Dienstleistungen deutlich dynamischer, bilden bislang jedoch keinen ausgeprägten regionalen Spezialisierungsschwerpunkt.

Die Abbildung zeigt die Entwicklung der Fördervolumina bundesgeförderter Innovationsprojekte (FÖKAT) in den vier Transformationsfeldern Green & Smart Mobility, Green Economy, Smart Production und Sustainable Building von 2020 bis 2025.

 

Statistik: Transformationsfelder im Zeitverlauf in Sachsen-Süd (2020-2025)
Abbildung 2: Transformationsfelder im Zeitverlauf in Sachsen-Süd (2020-2025)

Von 2020 bis 2025 zeigt die regionale Entwicklung insgesamt eine deutlich stärkere Dynamik als der Durchschnittsverlauf der 38 ITRs. Besonders auffällig ist der kräftige Anstieg im Jahr 2025, der vor allem durch höhere Fördervolumina im Transformationsfeld Green & Smart Mobility geprägt wird.

Gleichzeitig haben sich die Förderschwerpunkte innerhalb der Region verschoben: Smart Production und Green Economy liegen 2025 deutlich unter ihren früheren regionalen Spitzenwerten. Die Entwicklung weist damit auf eine veränderte Gewichtung der bundesgeförderten Transformationsaktivitäten innerhalb der Region hin.

SWOT-Profil

Stärken

  • Ausgeprägte industrielle Kernstruktur: Metallerzeugnisse, Kraftwagen und Kraftwagenteile sowie Maschinenbau zählen zu den beschäftigungsstärksten Branchen der Region; mehrere dieser Bereiche sind zugleich überdurchschnittlich regional konzentriert. 

  • Qualifizierte Beschäftigungsbasis: Der Anteil qualifizierter Beschäftigter liegt über dem ITR-Durchschnitt und bildet damit eine günstige personelle Ausgangsbasis für die industrielle Transformation der Region. 

  • Dynamische IT-Dienstleistungen: Die IT-Dienstleistungen weisen im Branchenportfolio eine deutlich positive Beschäftigungsentwicklung auf und bilden damit einen wachsenden technologieorientierten Bereich neben den industriellen Kernbranchen. 

  • Günstige Standortkosten: Niedrige Angebotsmieten und Baulandpreise sowie eine niedrige kommunale Verschuldung schaffen im regionalen Vergleich günstige Kosten- und Finanzierungsrahmen für Haushalte und öffentliche Akteure. 

  • MINT-orientierte Ausbildungsbasis: Der Anteil der MINT-Studierenden liegt über dem ITR-Durchschnitt und weist auf eine vergleichsweise starke technisch-naturwissenschaftliche Ausrichtung unter den Studierenden in der Region hin.

Chancen

  • Resilienz durch Ressourceneffizienz: Im Szenario „Mit zunehmenden Klimafolgen umgehen“ zeigt sich eine günstige regionale Wirkung; das Anwendungsfeld Materialeffizienz im Transformationsfeld Smart Production und das Anwendungsfeld Kreislaufwirtschaft/Recycling im Transformationsfeld Green Economy bieten technologische Anknüpfungspunkte. 

  • Anknüpfungspunkte bei Verteidigungsausgaben: Im Szenario „Wirtschaftliche Folgen wachsender Verteidigungsausgaben“ fällt die Wirkung für Sachsen-Süd besonders günstig aus; die starke Metall-, Fahrzeug- und Maschinenbaubasis bietet strukturelle Anknüpfungspunkte. 

  • Industrielle Modernisierung: Im Transformationsfeld Smart Production bieten insbesondere die Anwendungsfelder Energiesparende Produktion und Materialeffizienz Anknüpfungspunkte für effizientere Fertigungsprozesse und die Modernisierung rückläufiger industrieller Kernbereiche. 

  • Räumliche Spielräume nutzen: Sehr geringer Flächendruck und niedrige Baulandpreise bieten günstige Voraussetzungen für künftige Industrie-, Energie- und Infrastrukturprojekte, sofern diese mit regionalen Transformationszielen verknüpft werden. 

  • MINT-Basis stärker binden: Der überdurchschnittliche MINT-Anteil unter Studierenden bietet Potenzial, künftige Fachkräfte für Industrie und Transformation stärker in der Region zu halten und Übergänge in qualifizierte Beschäftigung zu unterstützen.

Schwächen

  • Rückläufige Beschäftigungsbasis: Die Beschäftigtenzahl ging in den letzten fünf Jahren stärker zurück als in jeder anderen ITR; zugleich verlieren mehrere beschäftigungsstarke Industriebranchen im Branchenportfolio Beschäftigung. 

  • Ausgeprägte demografische Alterung: Erwerbsbevölkerungsanteil, Bevölkerungsentwicklung, Geburtenrate und Jugendanteil liegen deutlich unter dem Vergleichsniveau, während das Durchschnittsalter in der Region besonders hoch ist. 

  • Schwache Energieinfrastruktur: EE-Ausbau, Wasserstoffpotenzial und insbesondere gewerbliche Speicherkapazität sind deutlich unterdurchschnittlich; zugleich ist der Beschäftigungsanteil energieintensiver Branchen in der Region relativ hoch. 

  • Begrenzte Unternehmensdynamik: Geschäftsgründungen sind schwach ausgeprägt und der längerfristige Unternehmenszuwachs im Verarbeitenden Gewerbe ist negativ; Geschäftsaufgaben fallen dagegen im ITR-Vergleich günstig aus. 

  • Schwache KV-Erreichbarkeit: Die durchschnittliche Lkw-Wegzeit zum nächsten KV-Terminal liegt im sehr ungünstigen ITR-Vergleichsbereich und weist auf eine ungünstige intermodale Verkehrsanbindung hin.

Risiken

  • Schwache KI-Wirkung: Im Szenario „KI als Treiber veränderter Wertschöpfung“ ist die modellierte Beschäftigungswirkung deutlich unterdurchschnittlich; bei gleichzeitig rückläufigen Industriebranchen kann digitaler Strukturwandel zusätzliche Anpassungsanforderungen erzeugen. 

  • Alterungsbedingte Fachkräfteengpässe: Setzen sich Bevölkerungsrückgang, geringe Erwerbsbevölkerung und niedrige Geburtenzahlen fort, kann sich die bereits hohe Fachkräfteengpassbelastung in der Region weiter verschärfen und die industrielle Erneuerung erschweren. 

  • Energieversorgung als Transformationsrisiko: Der hohe Einfluss energieintensiver Branchen trifft auf schwachen EE-Ausbau, geringe Speicher und begrenztes Wasserstoffpotenzial; eine erneuerbarere Energieversorgung kann damit besonders hohe Anpassungsanforderungen auslösen. 

  • Insolvenzrisiko im Strukturwandel: Bleibt das aktuelle Insolvenzrisiko im ungünstigen Vergleichsbereich, können weitere Unternehmensausfälle die bereits rückläufige Beschäftigungsbasis zusätzlich belasten. 

  • Außenwirtschaftliche Verwundbarkeit: Eine nur unterdurchschnittliche Exportquote und eine lediglich durchschnittliche Wirkung im Szenario „Außenhandel unter veränderten Rahmenbedingungen“ begrenzen die Aussicht, strukturelle Beschäftigungsrückgänge durch neue Auslandsmärkte auszugleichen.

Transformations-Benchmark

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Standortvorteil

neutral

Standortnachteil

Position der Transformations-Region im Vergleich aller Regionen, dargestellt in Rängen

max

Wettbewerb

Indikatoren im Vergleich zu anderen Transformationsregionen

Exportquote

54,9

Rang 27 von 38

Importquote

44,6

Rang 18 von 38

Terms of Trade

100,8

Rang 14 von 38

Lohnstückkosten

22,5

Rang 16 von 38

Materialstruktur

66,3

Rang 24 von 38

Demografie

Indikatoren im Vergleich zu anderen Transformationsregionen

Erwerbsbevölkerung

57

Rang 38 von 38

Bevölkerungsentwicklung, letzte 5 Jahre

-3,1

Rang 36 von 38

Wanderungssaldo

0,2

Rang 31 von 38

Neugeborene je 1000 Einwohner

5,7

Rang 34 von 38

Durchschnittsalter

48,9

Rang 37 von 38

Arbeit

Indikatoren im Vergleich zu anderen Transformationsregionen

Beschäftigtenentwicklung, letzte 5 Jahre

-2,2

Rang 38 von 38

Qualifizierte Beschäftigte

79,6

Rang 10 von 38

Anteil von Engpassberufen

28,4

Rang 34 von 38

Arbeitsmarkttransformation

0,2

Rang 2 von 38

Beschäftigtenerwartung, zukünftige 5 Jahre

-1

Rang 22 von 38

Unternehmen

Indikatoren im Vergleich zu anderen Transformationsregionen

Insolvenzrisiko

0,6

Rang 32 von 38

Durchschnittsgröße der Unternehmen

9,1

Rang 18 von 38

Produktions-Dienstleistungs-Verhältnis

0,6

Rang 12 von 38

Geschäftsgründungen

0,1

Rang 37 von 38

Geschäftsaufgaben

0,1

Rang 3 von 38

Unternehmenszuwachs im VG

-0,4

Rang 32 von 38

Energie

Indikatoren im Vergleich zu anderen Transformationsregionen

Einfluss energieintensiver Branchen

11,6

Rang 30 von 38

Energieintensität der Industrie

2.133,7

Rang 15 von 38

EE-Ausbau

1,6

Rang 29 von 38

Wärmewende Wohngebäude

11,6

Rang 17 von 38

Wasserstoffpotenzial

970.376,5

Rang 30 von 38

Speicherkapazität (kWh)

284

Rang 37 von 38

Fläche

Indikatoren im Vergleich zu anderen Transformationsregionen

Flächendruck

0,1

Rang 1 von 38

Flächenversiegelung

14,6

Rang 23 von 38

Flächeneffizienz

338.107,1

Rang 32 von 38

Baulandpreise

59,6

Rang 4 von 38

Industrie- und Gewerbeflächenquote

2

Rang 27 von 38

Soziale Infrastruktur

Indikatoren im Vergleich zu anderen Transformationsregionen

Pflegeheimplätze pro 10.000 Einwohner

160,2

Rang 1 von 38

Hausärzte pro 100.000 Einwohner

62,2

Rang 31 von 38

Krankenhausbetten pro 1.000 Einwohner

6,6

Rang 7 von 38

Betreuungsquote

55,8

Rang 7 von 38

Gewichtete Durchschnittsmiete

6

Rang 1 von 38

Infrastruktur

Indikatoren im Vergleich zu anderen Transformationsregionen

Bevölkerungsdichte

212,4

Rang 20 von 38

Glasfaserausbau

61,1

Rang 12 von 38

Erreichbarkeit KV-Terminal

65,2

Rang 37 von 38

Pendelintensität

0,1

Rang 32 von 38

5G-Ausbau

99,5

Rang 28 von 38

Ladesäuleninfrastruktur

4,1

Rang 23 von 38

Verwaltung

Indikatoren im Vergleich zu anderen Transformationsregionen

Schulden in Euro pro Einwohner

518,1

Rang 4 von 38

Personal in der Verwaltung pro 10.000 Einwohner

159,4

Rang 30 von 38

Steuerkraft pro Einwohner

742,8

Rang 37 von 38

Bildung

Indikatoren im Vergleich zu anderen Transformationsregionen

Kohortenveränderung

2.267

Rang 34 von 38

Erreichbarkeit von Schulen

7,2

Rang 16 von 38

Anteil von Personen im Bildungssystem (akademisch & beruflich)

14,1

Rang 36 von 38

Anteil von Beschäftigten in Erziehung

4,5

Rang 10 von 38

Anteil der 0-18 Jährigen

15,5

Rang 36 von 38

Anteil Studierende MINT

12,9

Rang 11 von 38

Attraktivität

Indikatoren im Vergleich zu anderen Transformationsregionen

Tourismusintensität

1,7

Rang 35 von 38

Anteil der Beschäftigten in Kunst, Unterhaltung, Kultur und Gastgewerbe

4,2

Rang 36 von 38

Sportvereinsdichte

122,8

Rang 12 von 38

Medianentgelt

3.218

Rang 37 von 38

Naherholungsflächen

2,8

Rang 16 von 38

Branchendynamik

Indikatoren im Vergleich zu anderen Transformationsregionen

Szenario Klimafolgen

0,1

Rang 6 von 38

Szenario KI

0

Rang 33 von 38

Szenario Außenhandel

0

Rang 24 von 38

Szenario Sicherheit und Verteidigung

0,9

Rang 3 von 38

Transformations- und Anwendungsfelder

Transformations- und Anwendungsfelder im regionalen Vergleich

Anwendungsfelder

Bewertungen im Bundesvergleich

Index-Betrachtung verschiedener Indikatoren:
Der Indexwert berechnet sich durch die Ausprägung der Region im jeweiligen Indikator im Vergleich zum Bund (1,0 = Bundesdurchschnitt).

Anwendungsfelder

Bewertungen im Bundesvergleich

Index-Betrachtung verschiedener Indikatoren:
Der Indexwert berechnet sich durch die Ausprägung der Region im jeweiligen Indikator im Vergleich zum Bund (1,0 = Bundesdurchschnitt).

Anwendungsfelder

Bewertungen im Bundesvergleich

Index-Betrachtung verschiedener Indikatoren:
Der Indexwert berechnet sich durch die Ausprägung der Region im jeweiligen Indikator im Vergleich zum Bund (1,0 = Bundesdurchschnitt).

Anwendungsfelder

Bewertungen im Bundesvergleich

Index-Betrachtung verschiedener Indikatoren:
Der Indexwert berechnet sich durch die Ausprägung der Region im jeweiligen Indikator im Vergleich zum Bund (1,0 = Bundesdurchschnitt).

Gesamtwirtschaftliche Szenarien

Wie wirken geopolitische Veränderungen, Investitionsimpulse oder der Klimawandel auf die Wirtschaft?

Außenhandel unter veränderten Rahmenbedingungen

Mehr lesen

Wirtschaftliche Folgen wachsender Verteidigungsausgaben

Mehr lesen

Mit zunehmenden Klimafolgen umgehen

Mehr lesen

KI als Treiber veränderter Wertschöpfung

Mehr lesen
Mehr Informationen zur Berechnung der Szenarien finden Sie hier

Hinweise zur Methodik

Raumbezug

Die 38 industriellen Transformationsregionen (ITRs) basieren auf einem eigens entwickelten, funktionalen Zuschnitt von Regionen. Grundlage dafür sind die Raumordnungsregionen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), die für diesen Zweck systematisch entlang industrieller Pendlerverflechtungen und regionaler Kooperationsbeziehungen neu gruppiert wurden.

Im Zentrum steht die Frage: Wo finden wirtschaftlich-industrielle Aktivitäten tatsächlich statt – jenseits administrativer Grenzen? Durch die Kombination von Pendlerdaten, Branchenstrukturen und Kooperationsnetzwerken bildet der Zuschnitt die realen wirtschaftlichen Verflechtungen besser ab als klassische Verwaltungsregionen.

Die ITRs spiegeln somit funktionale Wirtschaftsräume wider, in denen sich die Herausforderungen und Chancen der industriellen Transformation in besonders konzentrierter Form zeigen. Ziel ist es, Regionen gezielt zu analysieren und vergleichend zu bewerten, um passgenaue Strategien zur Förderung industrieller Transformation ableiten zu können – sei es in der Regionalentwicklung, der Wirtschaftsförderung oder der Industriepolitik.

Hinweis: Eine vollständige Übersicht über die Zusammensetzung der Industriellen Transformationsregion (inklusive Raumordnungsregionen und Kreise), steht hier als Excel-Datei zum Download bereit.
 

SWOT-Profil

Das SWOT-Profil bündelt die zentralen Erkenntnisse aus der Analyse der industriellen Transformationsregionen (ITR). Es basiert auf den Ergebnissen des Transformations-Benchmarks, der Auswertung der Transformations- und Anwendungsfelder sowie einer ökonometrischen Szenariobetrachtung. Die SWOT fasst Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken pro Region zusammen und bietet eine schnelle Einordnung relevanter Handlungsbedarfe.

Transformations-Benchmark

Der Transformations-Benchmark vergleicht alle 38 ITRs anhand von über 50 relevanten Indikatoren. Die Daten werden vergleichbar aufbereitet, standardisiert und zu einem Rangwert verarbeitet – so lassen sich regionale Ausprägungen im Verhältnis zu anderen Regionen bewerten.

Datengrundlage sind folgende öffentlich zugängliche, regelmäßig aktualisierte Quellen:

Hinweis: Eine vollständige Übersicht aller berücksichtigten Indikatoren, inkl. Definitionen, Bewertungslogik und Skalierung, steht als Excel-Datei hier zum Download bereit.

Transformations- und Anwendungsfelder

Zur Analyse von Forschung, Innovation und wirtschaftlichen Aktivitäten mit Transformationsbezug in den einzelnen Regionen wurden verschiedene nationale, europäische und unternehmensbezogene Datenquellen semantisch ausgewertet. Ein KI-gestütztes Zuordnungsverfahren auf Basis eines Large Language Models (LLM) identifiziert, in welchen Transformations- und Anwendungsfeldern eine Region besonders aktiv ist.

Dabei werden aktuelle Forschungsprojekte, Patente und Unternehmensaktivitäten systematisch miteinander verknüpft, um ein präzises Bild der regionalen Innovationslandschaft zu zeichnen. So wird sichtbar, wo technologische Schwerpunkte entstehen, welche Themen die Transformation prägen – und wo sich künftig wirtschaftliche Chancen bündeln.

Dieser datenbasierte Ansatz schafft eine vergleichbare Grundlage zur Bewertung regionaler Transformationspotenziale – und unterstützt gezielte Entscheidungen in Innovationspolitik, Standortentwicklung und Wirtschaftsförderung.

Datenquellen:

Bei Förderprojekten und Patenten ist der Betrachtungszeitraum die vergangenen fünf Jahre (2020 – 2025) und bei den Unternehmensdaten der Zeitpunkt 12/2025. Die Aktivitäten werden je Feld als Indexwert dargestellt. So zeigt sich, in welchen Themenbereichen die Region überdurchschnittlich vertreten ist – im Vergleich zu anderen ITRs.