Dekarbonisierung von Logistik-Hubs: Hauptquellen identifizieren und gezielt reduzieren

Lagerarbeiterin im Logistikcenter
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Die Logistikbranche und der internationale Warenverkehr verursachen jährlich einen erheblichen Anteil der weltweiten CO₂-Emissionen – rund 8 Prozent, mit zusätzlicher Einbeziehung von Häfen und Lagern sogar etwa 11 Prozent. Dieser Anteil wächst weiter. Für Unternehmen bedeutet ein hoher Emissionsausstoß zugleich steigende Kosten, die sich durch einen effizienteren Einsatz von Ressourcen reduzieren lassen. Um einen besseren Überblick über diese Emissionen zu gewinnen, erhebt das Fraunhofer IML im Rahmen der GILA-Marktstudie regelmäßig Daten zu Treibhausgasemissionen von Logistikstandorten weltweit.

Die seit 2019 durchgeführte Studie entstand aus einem internationalen Forschungsprojekt und wird in Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern fortgeführt. Ihr Ziel ist es, die Umweltleistung von Logistikstandorten transparenter zu machen, bestehende Datenlücken zu schließen und konkrete Verbesserungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Ein zentrales Ergebnis: Die größten Emissionsquellen innerhalb von Logistikimmobilien sind das Temperaturmanagement (z. B. Heizen und Kühlen), gefolgt von Beleuchtung und intralogistischen Prozessen wie Fördertechnik oder Staplerbetrieb. Inzwischen liefern rund 1000 Standorte weltweit Daten zu Energieverbrauch, Emissionen und Effizienz.

Zur Verringerung der Emissionen haben Forschende mehrere zentrale Handlungsfelder identifiziert, darunter effizientere Intralogistik, optimierte Abläufe sowie nachhaltige Gebäude- und Flächennutzung. Praxisbeispiele zeigen, dass etwa energieeffiziente Beleuchtung, digitale Monitoring-Systeme, Photovoltaik oder Wärmepumpen deutliche Einsparungen ermöglichen. Welche Maßnahmen sinnvoll sind, hängt jedoch vom jeweiligen Standort ab. Entscheidend ist daher eine höhere Transparenz beim Energieverbrauch, da viele Unternehmen bislang nicht genau wissen, wofür ihr Strom genutzt wird – eine wichtige Voraussetzung für gezielte Investitionen und wirksame Verbesserungen.

Quelle: Dekarbonisierung von Logistik-Hubs: Hauptquellen identifizieren und gezielt reduzieren

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