Generative KI in der deutschen Wirtschaft 2026
Künstliche Intelligenz ist 2026 in deutschen Unternehmen fest etabliert und hat sich von einer Zukunftstechnologie zu einem zentralen Bestandteil der Unternehmensstrategie entwickelt. Dies zeigt die KPMG-Studie „Generative KI in der deutschen Wirtschaft 2026“, die auf den Angaben von 480 Entscheiderinnen und Entscheidern basiert. Im Mittelpunkt steht inzwischen nicht mehr die Einführung von KI, sondern ihre gezielte Steuerung, Integration und Skalierung innerhalb der Wertschöpfung. Während 97 Prozent der Unternehmen KI als relevant für ihr Geschäftsmodell ansehen, erwarten 79 Prozent bereits heute einen erheblichen Einfluss auf ihre Branche.
Immer mehr Unternehmen erzielen mit ersten KI-Anwendungen messbare Erfolge und integrieren diese zunehmend in operative Kernprozesse. Dennoch bleibt die flächendeckende Verankerung die Ausnahme: Weniger als ein Prozent der Unternehmen hat KI bislang vollständig und systematisch in allen relevanten Bereichen implementiert. Damit entscheidet künftig vor allem die Fähigkeit, KI konsequent in bestehende Geschäftsprozesse einzubinden, über den Wettbewerbsvorteil.
Für eine erfolgreiche Skalierung gewinnt der verantwortungsvolle Einsatz von KI zunehmend an Bedeutung. Rund ein Drittel der Unternehmen verfolgt bereits eine unternehmensweite Strategie für vertrauenswürdige KI, während 82 Prozent regulatorische Vorgaben – etwa den EU AI Act – als wichtigen Einflussfaktor bewerten. Gleichzeitig sehen sich 84 Prozent der Unternehmen personell gut aufgestellt. Die größte Herausforderung liegt inzwischen weniger im Aufbau von Wissen als vielmehr darin, KI nachhaltig in den Arbeitsalltag und die Unternehmensprozesse zu integrieren.