Industriepolitik: Bündnis Zukunft der Industrie legt Grundsatzpapier vor

Arbeiter in Schutzkleidung gießt flüssigen Stahl.
© envato, JuiceFlair

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Das Bündnis Zukunft der Industrie (BZdI) hat ein industriepolitisches Papier verabschiedet. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche stellte es am Freitag (13.03.2026) gemeinsam mit dem Präsidenten des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Peter Leibinger, und dem zweiten Vorsitzenden der IG-Metall, Jürgen Kerner, vor. Das Papier benennt fünf Handlungsfelder und sendet ein klares Signal: Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften wollen den Industriestandort Deutschland gemeinsam und ohne weiteren Zeitverlust stabilisieren.

Im Bündnis Zukunft der Industrie arbeiten 19 Partner aus Gewerkschaften, Wirtschafts- und Arbeitgeberverbänden sowie der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und die Deutsche Industrie- und Handelskammer zusammen. Das nun verabschiedete Papier beschreibt die aktuellen Herausforderungen für die deutsche Industrie und benennt zentrale Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts. Ministerin Reiche sprach von einem „industriellen Wendepunkt" und betonte, Deutschland brauche jetzt Klarheit, Prioritäten und Kooperation, um auch künftig ein führender Industriestandort zu bleiben.

Fünf Handlungsfelder im Fokus

Das Papier strukturiert die Agenda entlang von fünf Bereichen: 

  • Verbesserung der Rahmenbedingungen und Überwindung der strukturellen Wachstumsschwäche,
  • Fachkräftesicherung und Qualifizierung,
  • Förderung von Innovationen und Investitionen in Schlüsseltechnologien,
  • Stärkung der Resilienz und Verbesserung der Rohstoffversorgung und Wirtschaftssicherheit, sowie die
  • Stärkung Europas und die Diversifizierung der Außenwirtschaftsbeziehungen. 

Dringlichkeit aus Sicht der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände

BDI-Präsident Leibinger hob hervor, dass wettbewerbsfähige Energiepreise, ein integrierter Binnenmarkt, weniger Bürokratie und eine moderne Infrastruktur zentrale Voraussetzungen für Investitionen und industrielle Stärke seien.

IG-Metall-Vize Jürgen Kerner betonte die Einigkeit der Bündnispartner in der Problemanalyse und bei den notwendigen Maßnahmen, mahnte zugleich aber zur Eile: Es seien bereits zu viele Arbeitsplätze verloren gegangen, eine weitere Verzögerung sei den Beschäftigten nicht zuzumuten. Gemeinsames Ziel der Partner ist es, den Industriestandort Deutschland zukunftsfähig zu gestalten und die industrielle Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

Die Herausforderungen der Industrie treffen verschiedene Regionen in Deutschland unterschiedlich stark. Einen Überblick über die Herausforderungen einzelner Standorte bietet der Atlas der industriellen Transformation. 

Grundsatzpapier: BMWE | Industriepolitisches Grundsatzpapier

Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, BDI und IG Metall, 13.03.2026

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