Industriequote: EWI betrachtet Ansätze für den Wasserstoffhochlauf
Eine Studie des Energiewirtschaftlichen Instituts (EWI) der Universität zu Köln untersucht, wie die Vorgaben der EU-Richtlinie RED III umgesetzt werden können. Diese schreibt vor, dass bis 2030 mindestens 42 % des industriellen Wasserstoffverbrauchs durch grünen Wasserstoff gedeckt werden müssen.
Die Analyse zeigt, dass die derzeit hohen Kosten von grünem Wasserstoff und die geringe Zahlungsbereitschaft der Industrie den Markthochlauf erschweren. Werden Quoten direkt bei produzierenden Unternehmen angesetzt, könnten Wettbewerbsnachteile für deutsche Standorte entstehen und Importe zunehmen. Werden die Vorgaben hingegen auf vermarktete Produkte angewendet, könnten die Quoten zwar erfüllt werden, ohne die heimische Wasserstoffnachfrage wesentlich zu steigern.
Anhand der Wertschöpfungsketten von Ammoniak und Stahl zeigt das EWI, dass die Auswirkungen je nach Branche unterschiedlich ausfallen. Während der Einsatz von grünem Wasserstoff in der Ammoniakproduktion hohe Mehrkosten verursacht, wären die Kostensteigerungen bei grünem Stahl und dessen Einsatz in der Automobilindustrie vergleichsweise gering.
Das EWI kommt zu dem Schluss, dass Quoten auf frühen Stufen der Wertschöpfungskette klare Investitionssignale setzen und einfacher umzusetzen sind. Vorgaben auf nachgelagerten Stufen können dagegen die Nachfrage nach grünen Produkten stärken, gehen jedoch mit höherem regulatorischem Aufwand einher.
Quelle: Industriequote: EWI betrachtet Ansätze für den Wasserstoffhochlauf
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