Mehr Umsatz, mehr Aufträge: Trendwende im Baugewerbe
Nach mehreren schwierigen Jahren hat sich die Baubranche 2025 spürbar stabilisiert. Das Bauhauptgewerbe erreichte einen Umsatz von rund 172 Milliarden Euro, was einem realen Wachstum von etwa 2,5 Prozent entspricht, während auch die Auftragseingänge deutlich zunahmen. Branchenvertreter sprechen daher von einem „soliden Baujahr“, betonen jedoch, dass die Entwicklung weiterhin stark von politischen Rahmenbedingungen und Investitionen abhängt.
Die positive Entwicklung wurde vor allem vom Tiefbau getragen, insbesondere durch Investitionen in Energieinfrastruktur, Schienenverkehr, öffentlichen Nahverkehr und Breitbandausbau. Dagegen blieb der Straßenbau hinter den Erwartungen zurück. Im Wohnungsbau setzte sich hingegen die Schwäche fort, bedingt durch rückläufige Baugenehmigungen und eine geringe Investitionsbereitschaft in Teilen der Industrie. Insgesamt zeigt sich ein uneinheitliches Bild, bei dem der Tiefbau deutlich stabiler ist als der Hochbau.
Für 2026 wird ein weiteres moderates Wachstum von rund 2,5 Prozent erwartet, wobei der Tiefbau weiterhin als wichtigster Impulsgeber gilt und im Wohnungsbau erste Erholungssignale erkennbar sind. Die Mehrheit der Unternehmen bewertet ihre Lage als stabil und blickt vorsichtig optimistisch in die Zukunft. Dennoch bleiben Herausforderungen wie Fachkräftemangel, lange Genehmigungsverfahren und die starke Abhängigkeit von politischen Entscheidungen zentrale Einflussfaktoren für die weitere Entwicklung der Branche.
Quelle: Mehr Umsatz, mehr Aufträge: Trendwende im Baugewerbe
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