Meilenstein für Energiewende-Projekt
Beim Bau der Stromtrasse SuedLink ist ein bedeutender Abschnitt abgeschlossen worden. Der rund fünf Kilometer lange Tunnel unter der Elbe verbindet Wewelsfleth in Schleswig-Holstein mit Wischhafen in Niedersachsen. Bei einem symbolischen Durchbruch wurde die Fertigstellung gefeiert. Ab 2028 soll die unterirdische Verbindung genutzt werden, um Windenergie aus dem Norden in die südlichen Regionen Deutschlands zu transportieren.
Die insgesamt etwa 700 Kilometer lange SuedLink-Trasse soll vollständig unter der Erde verlaufen. Sie kann rechnerisch Strom für rund zehn Millionen Haushalte transportieren. Nach Ansicht von Ministerpräsident Daniel Günther wird dadurch weniger erneuerbare Energie ungenutzt bleiben. Außerdem soll der Netzausbau die Energiewende wirtschaftlicher machen und Schleswig-Holstein für Unternehmen, Rechenzentren und Batteriespeicher attraktiver machen. Ein leistungsfähiges Stromnetz sei daher auch für zukünftige Investitionen von großer Bedeutung.
Für den Bau des Elbtunnels kam die eigens entwickelte Tunnelbohrmaschine „ELSA“ zum Einsatz. Sie begann ihre Arbeit im Februar 2025 und wurde nach dem Durchbruch wieder aus dem Zielschacht entfernt. Insgesamt sollen sechs Stromkabel durch den Tunnel geführt werden, zwei davon dienen als Reserve und erhöhen die Ausfallsicherheit. Günther würdigte die Arbeit aller Beteiligten und hob zugleich die Bedeutung einer guten Zusammenarbeit der norddeutschen Länder beim weiteren Ausbau des Stromnetzes hervor.