Monitoring der Energiewende: Ergebnisse und Schlussfolgerungen

Portrait Katherina Reiche
Katherina Reiche, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie (© Presse- und Informationsamt der Bundesregierung)

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Der Monitoringbericht zur Energiewende des BMWE bietet eine fundierte Analyse der energiepolitischen Ziele der Bundesregierung mit dem Fokus auf kosteneffiziente Energieversorgung, Versorgungssicherheit und Klimaziele. Er untersucht die Wechselwirkungen zwischen Marktmechanismen, Preissignalen, Digitalisierung und Flexibilität. Im Zentrum steht ein ganzheitlicher Ansatz, der durch eine Weiterentwicklung der Systementwicklungsstrategie (SES) im Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) gestützt werden könnte.

Der Bericht prognostiziert einen Anstieg des Stromverbrauchs bis 2030, mit einem stabilen Korridor von 600 bis 700 TWh. Das Ziel von 80 % erneuerbarem Strom bis 2030 bleibt erreichbar, auch wenn das Wachstum der Windenergie hinter den Erwartungen zurückbleibt. Der Netzausbau zeigt Fortschritte, jedoch besteht ein hoher Investitionsbedarf für die nächsten Jahre, besonders im Verteilnetz, mit steigenden Investitionen bis 2045. Die Flexibilisierung des Stromsystems ist entscheidend für die zukünftige Versorgungssicherheit.

Der Bericht hebt hervor, dass der Rollout von Smart Metern bis 2032 realisierbar ist, jedoch das Potenzial zur Senkung der Systemkosten noch nicht vollständig genutzt wird. Wichtige Maßnahmen sind die Optimierung der Flexibilität durch IT-Instrumente und ein verbesserter rechtlicher Rahmen. Wasserstoff wird als wichtiger Bestandteil der Energiewende gesehen, allerdings sind derzeit die Kosten für grünen Wasserstoff eine Hürde. Der Ausbau von Elektrolyseuren und die Entwicklung eines Wasserstoff-Kernnetzes könnten langfristig zur Marktakzeptanz und Kostensenkung beitragen.

Aufbauend auf dem Monitoringbericht zur Energiewende hat Bundesministerin Katherina Reiche die folgenden zehn wirtschafts- und wettbewerbsfreundliche Schlüsselmaßnahmen zur Weiterentwicklung der Energiepolitik vorgelegt:

  1. Ehrliche Bedarfsermittlung und Planungsrealismus
  2. Erneuerbare Energie markt- und systemdienlich fördern
  3. Netze, erneuerbare Energie und dezentrale Flexibilität synchron ausbauen
  4. Technologieoffenen Kapazitätsmarkt schnell einführen
  5. Flexibilität und Digitalisierung des Stromsystems voranbringen
  6. Einheitliche und liquide Energiemärkte erhalten und ausbauen
  7. Förderregime überprüfen, Subventionen systematisch senken
  8. Forschung zukunftsgerichtet vorantreiben, Innovationen fördern
  9. Wasserstoff-Hochlauf pragmatisch fördern, überkomplexe Vorgaben abbauen
  10. Carbon Capture, Utilisation and Storage (CCS/CCU) als Klimaschutztechnologie etablieren

Die Maßnahmen werden nun zeitnah konkret ausgearbeitet und in die üblichen Verfahren gebracht.

Quelle: Monitoring der Energiewende: Ergebnisse und Schlussfolgerungen | BMWE

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