Nettozuwanderung 2025: Rückgang verschärft Fachkräftesituation in der Industrie
Die Nettozuwanderung nach Deutschland ist 2025 deutlich zurückgegangen. Nach Daten des Statistischen Bundesamts liegt die hochgerechnete Nettozuwanderung für das Gesamtjahr 2025 bei rund 239.000 Personen – das entspricht 56 Prozent des Vorjahreswertes. Für Industrieunternehmen, die bereits heute unter Fachkräftemangel leiden, ist diese Entwicklung ein relevanter Planungsfaktor.
Zuwanderung sinkt, Abwanderung steigt
Die Novemberdaten 2025 zeigen ein klares Muster: Die Zuwanderung fällt geringer aus als im Vorjahresmonat, während die Abwanderung gleichzeitig höher liegt. Im Ergebnis schrumpft der Wanderungssaldo spürbar. Auch auf europäischer Ebene bestätigt sich der Trend: Die vorläufigen UNHCR-Zahlen für Januar 2026 weisen deutlich weniger Ankünfte in Europa aus als im Vorjahreszeitraum.
Folgen für die Fachkräftesicherung
Zuwanderung hat in den vergangenen Jahren einen wesentlichen Beitrag zur Deckung des Arbeitskräftebedarfs in der Industrie geleistet. Ein anhaltender Rückgang der Nettozuwanderung erhöht den Druck auf Unternehmen, Fachkräfte stärker im Inland zu gewinnen, Qualifizierungsmaßnahmen auszubauen und Automatisierungspotenziale konsequenter zu nutzen. Regionen mit ohnehin schrumpfender Bevölkerung sind dabei besonders betroffen, da der demografische Ausgleich durch Zuwanderung wegfällt.
Wo die eigene Region bei der Bevölkerungsentwicklung steht, lässt sich im Atlas der industriellen Transformation nachvollziehen.
Quelle: Statistisches Bundesamt, eigene Berechnung und Darstellung
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