Robots4CleanTech: Neues Förderprogramm für KI-gestützte Robotik in der Umwelttechnik
Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) hat am 25. Juni 2026 eine neue Förderrichtlinie im Bundesanzeiger veröffentlicht. Das Programm „Robots4CleanTech – Intelligente Robotik für die Umwelttechnik" richtet sich an Konsortien, die KI-basierte Robotiklösungen für Anwendungen in der Umwelttechnik entwickeln und unter praxisnahen Bedingungen erproben wollen. Für Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Start-ups an der Schnittstelle von Robotik, Künstlicher Intelligenz und CleanTech öffnet sich damit ein konkretes Förderinstrument mit klarem Transferanspruch.
Hintergrund: Technologischer Vorsprung als Wettbewerbsfaktor
Der CleanTech-Sektor gehört zu den wachstumsstärksten Wirtschaftsbereichen Deutschlands. Einer Bruttowertschöpfung von 314 Milliarden Euro im Jahr 2023 steht jedoch ein zunehmender Druck auf die internationale Wettbewerbsposition gegenüber: Verkürzte Innovationszyklen und der globale Ausbau digitaler Technologien verändern die Kräfteverhältnisse im Markt. Das BMFTR setzt mit der Fördermaßnahme auf den gezielten Einsatz von KI in Kombination mit robotischen Systemen – sogenannter Embodied AI – als Hebel, um die Innovationsfähigkeit deutscher Unternehmen zu stärken und neue Exportpotenziale zu erschließen. Die Maßnahme ist eingebettet in die Hightech Agenda Deutschland (HTAD), die Forschungsstrategie FONA sowie den Aktionsplan Robotikforschung des BMFTR.
Anwendungsfelder und förderfähige Technologien
Im Mittelpunkt der Förderung steht die Entwicklung robotischer Gesamtlösungen für den CleanTech-Bereich. Thematisch adressiert das Programm drei Schwerpunkte: die Automatisierung von Sortier- und Recyclingprozessen zur Stärkung der Kreislaufwirtschaft, die emissionsarme Gestaltung industrieller Prozesse zur Steigerung der Ressourceneffizienz sowie robotergestützte Inspektions- und Überwachungslösungen für Infrastrukturen im Wasser- und Energiesektor. Marktpotenzial und wirtschaftliche Verwertbarkeit sind neben der technologischen Innovationshöhe ausdrücklich gleichwertige Bewertungskriterien.
Projektskizzen können bis zum 15. September 2026 über das elektronische Antragssystem „easy-Online" eingereicht werden. Antragsberechtigt sind gewerbliche Unternehmen, Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie Verbände; die Beteiligung von KMU und Start-ups wird ausdrücklich begrüßt. Weitere Informationen sowie Antragsunterlagen stellt der zuständige Projektträger Karlsruhe (PTKA) unter https://www.ptka.kit.edu/robots-4-cleantech.html bereit.