Schiene als Schlüssel zur Dekarbonisierung: DB Cargo startet die Initiative „Güter gehören auf die Schiene“

Güterzug der deutschen Bahn, umgeben von einer grünen Wiese
© Deutsche Bahn AG / Claus Weber

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Der Verkehrssektor ist in Deutschland mit etwa 20 Prozent der drittgrößte Verursacher von CO2-Emissionen, nach der Energiewirtschaft und der Industrie. Besonders der Schwerlastverkehr trägt erheblich zur CO2-Bilanz bei, da rund ein Viertel der Emissionen auf diese Fahrzeuggruppe entfällt. Experten prognostizieren, dass die Verkehrsmenge auf den Straßen in den kommenden Jahren weiter steigen wird, was die Herausforderung der Emissionsreduktion zusätzlich verstärkt. Gleichzeitig hat sich die Bundesregierung gemäß des Pariser Klimaschutzabkommens verpflichtet, die CO2-Emissionen im Verkehrssektor bis 2030 im Vergleich zum Referenzjahr 1990 um 42 Prozent zu senken.

Langfristig ist ein Umstieg auf elektrisch betriebene Fahrzeuge und grüne Treibstoffe notwendig, um die Emissionen im Verkehrssektor drastisch zu reduzieren. Kurzfristig könnte eine Verlagerung des Gütertransports von der Straße auf die Schiene einen wichtigen Beitrag zur Zielerreichung leisten. Güterzüge verursachen etwa 80 Prozent weniger CO2 als Lkw, und eine einzige Zugverbindung kann bis zu 52 Lkw ersetzen. Heute bereits nimmt DB Cargo jährlich rund 22 Millionen Schwerlaster von der Straße, was zu einer Einsparung von etwa 7 Millionen Tonnen CO2 führt. Diese Zahlen verdeutlichen, wie groß das Potenzial des Schienengüterverkehrs für eine klimafreundliche Zukunft ist.

Um die Vorteile des klimafreundlichen Schienengüterverkehrs stärker in den Fokus zu rücken, hat DB Cargo die Initiative „Güter gehören auf die Schiene“ ins Leben gerufen. Diese zielt darauf ab, die Verkehrswende im Gütertransport voranzutreiben, indem drei konkrete Ziele verfolgt werden: Erstens die Umstellung auf möglichst CO2-freie Lieferketten, indem ein Netzwerk von Güterzügen geschaffen wird, das regelmäßig die wichtigsten Wirtschaftszentren Deutschlands anbindet. Zweitens wird in die Digitalisierung und Automatisierung von Logistikprozessen investiert, um eine schnellere und effizientere Abwicklung von Transporten zu ermöglichen. Und drittens wird der kombinierte Verkehr gefördert, bei dem Lkw für die „letzte Meile“ eingesetzt werden und Güterzüge für die Langstrecken. Diese Kombination aus Schiene und Straße soll bis 2030 dazu beitragen, mehr als 50 Millionen Tonnen CO2 einzusparen – ein Effekt, der dem jährlichen CO2-Ausstoß eines großen Steinkohlekraftwerks entspricht.

Quelle: Schiene als Schlüssel zur Dekarbonisierung: DB Cargo startet die Initiative „Güter gehören auf die Schiene“

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