Studie: Grüne Wende für Chemiebranche – Wege zur Klimaneutralität

Zwei Forscherinnen in einer Industrieanlage.
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Der klimaneutrale Umbau der deutschen Industrie ist breit akzeptiert, doch aufgrund von Sorgen vor Regulierungen, Kosten und Wettbewerbsfähigkeit werden auch Forderungen nach Rückschritten lauter. Eine Studie des Beratungsunternehmens PwC sowie der University of Technology Sydney zeigt anhand der Chemieindustrie, dass Investitionen in Klimaschutz sich lohnen: Erneuerbare Energien und neue Technologien können Emissionen stark senken und langfristig Kosten sparen. Die Chemieindustrie hat einen enormen ökologischen Fußabdruck und ohne eine konsequente Dekarbonisierung lassen sich die gesetzten Klimaziele nicht erreichen, zumal die Branche stark vernetzt ist und viele Wertschöpfungsketten dominiert. Doch angesichts der steigenden Nachfrage nach chemischen Produkten stellt sich die Frage, ob Klimaneutralität bis 2045 erreichbar ist.

Für die nachhaltige Transformation der Chemieindustrie sind zwar erhebliche Investitionen nötig, doch zahlen sich diese aus. Analysen des Beratungsunternehmens auf Basis von Marginal Abatement Cost Curves zeigen kostenoptimierte Emissionsreduktionen anhand von drei Hebeln: 1) Grüner Strom, 2) Elektrifizierung der Produktionsprozesse und 3) Nutzung grüner Rohstoffe. Die Untersuchungen zeigen zudem Kosten- und Einsparpotenziale im Zeitverlauf. Die Elektrifizierung von Produktionsprozessen sowie die Herstellung von grünem Wasserstoff mögen zwar anfangs kostenintensiv sein, zahlen sich jedoch durch stetig sinkende CO2-Emissionen und langfristig niedrigere Herstellungskosten aus.

Die Studie zeigt außerdem: Nachhaltige Produktionsmethoden in der Chemieindustrie erhöhen Endproduktpreise nur geringfügig, senken jedoch die CO2-Emissionen deutlich. Damit sind sie wirtschaftlich tragfähig und verbessern sowohl die Wettbewerbsfähigkeit als auch die Umweltbilanz. Ein Grüner Wandel stärkt demnach die Position der Chemiebranche als Treiber des nachhaltigen Wandels; gleichzeitig steigert die Einhaltung von Sicherheitsstandards, Risikomanagement und Umweltvorgaben die Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz.

Quelle: https://www.chemietechnik.de/markt/gruene-wende-fuer-chemiebranche-wege-zur-klimaneutralitaet-898.html 

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