Studie von BDI und BCG: Energiewende kann bis 2035 über 300 Milliarden Euro einsparen
Mit einer effizienteren Umsetzung der Energiewende könnte Deutschland bis zum Jahr 2035 mehr als 300 Milliarden Euro einsparen. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie „Energiewende auf Kurs bringen – Impulse für eine wettbewerbsfähigere Energiepolitik“, die von der Boston Consulting Group (BCG) im Auftrag des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) erstellt wurde. Die Studie analysiert gezielt die Energieversorgung und die Energiekosten der deutschen Industrie.
Laut Studie sind die Stromkosten in Deutschland seit 2010 um rund 70 Prozent gestiegen – und liegen aktuell bis zu 2,5-mal höher als bei internationalen Wettbewerbern. Gleichzeitig sind die Gaspreise für die Industrie bis zu fünfmal höher. Diese Entwicklungen gefährden laut BDI die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts und erhöhen den Druck auf eine zügige und effiziente Umsetzung der Energiewende.
Eine zentrale Lösungsstrategie sei demnach eine breitere Ausrichtung der Dekarbonisierungsstrategie, die neben grünem Wasserstoff auch günstigere Alternativen wie Batterien, Bioenergie oder CCS berücksichtigt.
Die Analyse knüpft an die BDI-Studie „Transformationspfade für das Industrieland Deutschland“ aus dem Vorjahr an und vertieft den Fokus auf die energiepolitischen Rahmenbedingungen. Sie liefert wertvolle Impulse für Industrie, Politik und Wissenschaft – auch im Kontext regionaler Transformationsprozesse, wie sie im Rahmen des Servicezentrums für industrielle Transformation begleitet werden.
Quellen:
Pressemitteilung des BDI: https://bdi.eu/artikel/news/transformationspfade-studie-energiewende-auf-kurs-bringen