UBA-Studie: Beschäftigte sehen hohe Potenziale für mehr Umweltschutz in Unternehmen
Wie denken Beschäftigte über Umwelt- und Klimaschutz am Arbeitsplatz? Und wie bewerten sie den ökologischen Wandel in Wirtschaft und Industrie? Eine neue Konzeptstudie im Auftrag des Umweltbundesamts (UBA) geht diesen Fragen nach. Ziel der Erhebung war es, ein geeignetes Konzept zur systematischen Messung des Umweltbewusstseins in Unternehmen zu entwickeln – als Ergänzung zur regelmäßig durchgeführten Umweltbewusstseinsstudie für die Gesamtbevölkerung.
Die Pilotstudie kombiniert eine Online-Befragung von 400 Beschäftigten mit qualitativen Interviews unter Führungskräften. Zuvor wurde eine umfassende Literaturauswertung durchgeführt, um bestehende Erkenntnisse zur Rolle von Umweltthemen in Unternehmen einzuordnen.
Das Ergebnis: Rund die Hälfte der Befragten sieht in ihrem eigenen Unternehmen große ungenutzte Potenziale für mehr Umweltschutz. Der ökologische Wandel in der Industrie wird mehrheitlich als ambivalentes, aber gestaltbares Thema wahrgenommen – mit sowohl Chancen als auch Risiken für das eigene Arbeitsumfeld.
Die Studie macht deutlich, dass betrieblicher Umweltschutz nicht nur eine Führungs-, sondern auch eine Kulturfrage ist: Beschäftigte sind durchaus bereit, sich aktiv einzubringen – wenn Strukturen, Kommunikation und Beteiligung stimmen. Der Abschlussbericht enthält Empfehlungen für die künftige Erhebung und Weiterentwicklung des Themenfelds „Umweltbewusstsein im Unternehmenskontext“.
Die Ergebnisse liefern damit wichtige Impulse für Unternehmen, die ihre Nachhaltigkeitsstrategien im Einklang mit der Belegschaft weiterentwickeln wollen – und können als Grundlage für künftige Monitoring- und Beteiligungsformate dienen.
Pressemitteilung des Umweltbundesamtes: https://www.umweltbundesamt.de/themen/umweltschutz-in-unternehmen-beschaeftigte-sehen