Umfrage: Potenziale für Digitalisierung im Gesundheitswesen

Junge Ärztin in der Online-Sprechstunde
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Eine Vielzahl digitaler Anwendungen und Tools, wie das E-Rezept oder die elektronische Patientenakte, wurde in den vergangenen Jahren in das deutsche Gesundheitswesen integriert. Dennoch besteht im internationalen Vergleich erheblicher Aufholbedarf bei der Digitalisierung im Gesundheitswesen. Um die Etablierung digitaler Anwendungen und Tools zu stärken, hat das Bundesgesundheitsministerium im Frühjahr 2023 eine Digitalisierungsstrategie verabschiedet und entsprechende Gesetze eingebracht, wie das Digital-Gesetz, das Gesundheitsdatennutzungsgesetz und das Medizinforschungsgesetz. Parallel dazu treiben Gesundheitsanbieter im ersten und zweiten Gesundheitsmarkt ihre Initiativen voran, und insbesondere die Einsatzmöglichkeiten von Künstlicher Intelligenz haben in den letzten Jahren stark zugenommen.

In einer Online-Befragung von 1.120 repräsentativ ausgewählten Bürgerinnen und Bürgern wurden Kenntnisstände, Nutzungsquoten und Herausforderungen zu aktuellen Digitalisierungsthemen im deutschen Gesundheitswesen abgefragt. Fokussiert wurden die Themen: Künstliche Intelligenz, Gesundheitsdaten, Elektronische Patientenakte, E-Rezept, Digitale Gesundheitsanwendungen und Telemedizin.

Vier zentrale Ergebnisse der aktuellen Befragung 2025:

1. Die Nutzung von KI-Anwendungen im Eigengebrauch nimmt zu und führt zu einer höheren Bereitschaft zum Teilen von Gesundheitsdaten.

2. Die elektronische Patientenakte und das E-Rezept werden angenommen, doch es besteht noch Optimierungsbedarf.

3. Telemedizin und das Digital-Gesetz haben weiterhin einen niedrigen Bekanntheitsgrad in der Bevölkerung und entsprechend niedrige Nutzungsquoten.

4. Vulnerable Gruppen (Ältere, Ländliche Regionen) profitieren aktuell noch nicht ausreichend von Digitalisierungsmaßnahmen.

Quelle: Digitalisierung im Gesundheitswesen | Deloitte Deutschland

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